Kann ein Brief Leben verändern?
Unser jüdisch-muslimisches Begegnungsprogramm "Shalom Rollberg" hat in den letzten Wochen etwas Wundervolles erlebt:
Der neue Projekt "Briefwechsel - von Kiez zu Kiez", in dem Schüler:innen aus unterschiedlichen kulturellen, religiösen und sozialen Hintergründen einander schreiben, ist gestartet – und er wirkt.Die Idee ist einfach: echte Begegnung durch handgeschriebene Briefe.
Die Wirkung ist groß: Vertrauen wächst, Neugier entsteht. Schon jetzt tauschen die Kinder ihre dritten und vierten Briefe aus. Und sie schreiben über das, was sie verbindet – nicht das, was sie trennt.
Eine Geschichte, die uns besonders berührt hat: Alina* – ein jüdisches Mädchen aus Osteuropa – und Mahta* – ein afghanisches Mädchen – hatten sich vorher nie gesehen. Im ersten Brief haben sie etwas entdeckt, das sie unmittelbar verbunden hat: Beide wünschen sich ein Haustier. Alina einen Hund. Mahta eine Katze. Und ihre Mütter? Beide nicht begeistert. Aus einem geteilten Alltagsthema wurde ein erster gemeinsamer Anknüpfungspunkt.
Ein Moment des Verständnisses. Eine Verbindung, die im regulären Unterricht selten entsteht – aber sehr wohl in einem ehrlichen, persönlichen Brief.Und die beiden sind nicht die Einzigen, die auf diese Weise miteinander in Kontakt kommen.
Manche von euch wissen noch, wie aufregend es war, auf einen lang ersehnten Brief zu warten – genau dieses Gefühl erleben die Kinder jetzt auch.
Was jetzt auf dem Spiel steht? Das Projekt ist nur bis Ende des Schulhalbjahres finanziert.
Die Fragen, die die Kinder gerade stellen, gehen unter die Haut:
„Können wir weiterschreiben?“
„Gibt es bald neue Brieffreund:innen?“
„Dürfen noch mehr Kinder mitmachen?“
Wir wollen Ja sagen.
Wir wollen mehr Begegnung ermöglichen, mehr Dialog, um Vorurteile gar nicht erst entstehen zu lassen. Wir wollen, dass kein Kind ausgeschlossen bleibt, nur weil das Geld fehlt.
Doch dafür brauchen wir Dich.
Jede Dauerspende – ob groß oder klein – macht einen echten Unterschied. Hilf mit, dass Kinder wie Alina und Mahta weiter Briefe schreiben können, die statt Mauern Brücken bauen.
Jetzt Dauerspender:in werden!
*Die Namen der Mädchen haben wir aus Sicherheitsgründen geändert
Warum wir gerade jetzt handeln müssen
Zeit zum Mut schenken und Chancen schaffen
Die politische Stimmung in Deutschland hat sich in den letzten Jahren deutlich verändert: Rechtsruck, Kürzungen, Unsicherheit. Besonders Kinder und Jugendliche in benachteiligten Stadtteilen geraten dadurch immer mehr in den Hintergrund – dort, wo Unterstützung am dringendsten gebraucht wird.
Bei MORUS 14 schreiten wir mutig nach vorne.
Wir setzen genau da an, wo die Politik kürzt: bei Bildung, Begegnung und echter Chancengerechtigkeit. Mit deiner Dauerspende ermöglichst du, dass Kinder in Neukölln weiter unterstützt, begleitet und gestärkt werden – durch verlässliche Mentor:innen, gemeinsames Lernen und Räume, in denen sie wachsen dürfen.
Mit deiner regelmäßigen Spende schenkst du Kindern Mut, Stabilität und Zukunft – genau dort, wo andere aufgeben.
Bis zum Jahresende 2025 möchten wir 50 mutige Dauerspender:innen gewinnen – Menschen wie Du, die sagen: Wir handeln, wenn andere kürzen.
Warum Dauerspender:in werden so viel bewirkt
Ein Jahr MOMento kostet pro Tandem zwischen 1.200 und 1.300 Euro.
Mit 100 Euro im Monat finanzierst du als Dauerspender:in ein ganzes Tandem – und damit ein Jahr voller Mut, Lernen und Vertrauen.
Dauerspenden sind für uns besonders wertvoll: Sie ermöglichen langfristige Planung, sichere Begleitung der Kinder und echte Stabilität in ihrem Alltag.
Ist das für dich sinnvoll? Unterstütze uns jetzt!



Unser Vorstand bleibt!
Wir freuen uns riesig, dass der Vorstand uns noch ein weiteres Jahr erhalten bleibt – und gratulieren ganz besonders Gizem Avci (2.v.l.), die nun als erste Vorstandsvorsitzende unsere Vereinsgeschichte weiterschreibt!
Ein herzliches Dankeschön an Sigrid Philipps (2.v.r.), die nach vielen Jahren Verantwortung nun als Beisitzerin in den Vorstand wechselt. Melis Omalar (1.v.r.) wird nun als zweite Vorstandsvorsitzende aktiv und Isabell S. Weber (1.v.l.) bleibt weiterhin unser "Schatzi" (Schatzmeisterin). Danke für euren Einsatz!
Ein ganz besonderer Moment: Zwei unserer Gründungsmitglieder waren dabei und durften die Kerzen auf dem Geburtstagskuchen auspusten – denn Morus 14 e.V. wurde stolze 22 Jahre alt! Beim Rückblick haben sie mit uns geteilt, warum sie damals diesen Weg gegangen sind – ein bewegendes Erinnern an den Anfang einer starken Gemeinschaft.

Bildung darf kein Privileg sein
Bildungsgerechtigkeit geht uns alle an!
Unser diesjähriges Sommerfest war nicht nur ein Fest – es war ein Raum für Begegnungen. Wir haben Menschen gebeten, ihre Gedanken auf Blätter mit den Worten "Bildungsgerechtigkeit ist für mich..." oder "Die Bildung in Deutschland braucht..." niederzuschreiben.
Was dabei entstand, sind nicht einfach Sätze. Jede Antwort auf den Fotos erzählt von der Kraft, die entsteht, wenn Menschen zusammenkommen und laut sagen:
Bildung darf kein Privileg sein.
Diese Bilder erinnern uns daran, wie viel Mut und Herz in unserer Gemeinschaft steckt. Sie rufen uns auf, niemals aufzuhören, für echte Chancengerechtigkeit einzustehen. Denn Veränderung beginnt mit uns – und mit jedem einzelnen Gedanken, der geteilt wird.
Danke an alle, die ihre Stimme gegeben haben – für eine gerechtere Bildungszukunft!






Wir sind #unkürzbar - gegen die Kürzungspolitik des Berliner Senats
Berlin bleibt sozial!
Heute haben wir uns vor dem Roten Rathaus in Berlin der #unkürzbar-Demonstration angeschlossen, um ein starkes Zeichen gegen die geplanten Kürzungen im sozialen Bereich zu setzen. Die Beteiligung und die Energie vor Ort haben gezeigt: Die soziale und kulturelle Infrastruktur Berlins ist unkürzbar!
Die Initiative #unkürzbar vereint Menschen, Organisationen und Verbände, die sich gegen die Kürzungspolitik des Berliner Senats stellen. Die geplanten Einsparungen bedrohen zentrale Angebote für Kinder, Jugendliche, Familien, Senior*innen, queere Menschen, Geflüchtete und viele mehr. Sie gefährden den sozialen Zusammenhalt und die Zukunftsfähigkeit unserer Stadt.
Jede Kürzung trifft besonders jene, die ohnehin schon mit Barrieren und Diskriminierung zu kämpfen haben. Soziale und kulturelle Angebote sind kein Luxus, sondern das Fundament für Teilhabe, Zusammenhalt und Menschlichkeit in Berlin. Wir fordern eine Politik, die in die Zukunft investiert, statt sie kaputtzusparen.
Lasst uns weiter gemeinsam laut sein und uns der Kürzungspolitik entgegenstellen. Berlin braucht eine starke, solidarische Zivilgesellschaft – dafür stehen wir ein. Zusammen sind wir #unkürzbar!
Donnerstag ist Monika-Tag. Wir sagen Danke!
Seit 2011 ist Monika Kampe Mentorin bei MORUS 14. Seither trifft sie sich immer donnerstags mit mehreren Kindern nacheinander, damit sich der lange Weg aus Lichtenberg lohnt.

Mit viel Geduld, Einfühlungsvermögen und Humor hat sie über 25 Kinder in ihren ersten Schuljahren begleitet. Bis heute ist sie mit einigen Schützlingen in Kontakt, die längst ihre Schulzeit hinter sich haben.
Mit 80+ Jahren gönnt sich Monika nun ein bisschen mehr Ruhe und beendet bald ihr Engagement.
Auch im Namen aller Patenkinder, die mit Monika Lesen, Schreiben und Rechnen gelernt haben, sagen wir DANKESCHÖN und wünschen ihr alles Gute!
Charity Konzert am 06.04.25
Am 6. April im Kulturstall Britz findet ein besonderes musikalisches Highlight zugunsten eines guten Zwecks statt!
Genieße einen musikalischen Nachmittag – und unterstütze dabei unseren Verein MORUS 14 e.V.! Der Charity-Nachmittag im Rahmen des Festivals 650 Jahre Britz fördert mit seinem Reinerlös Neuköllner Kinder- und Jugendinitiativen, darunter unter anderem wir. Wir danken bereits im Vorhinein den Veranstaltern und freuen uns auf das Konzert!
Mehr Informationen erhälst du auf der Website der Kulturstiftung Schloss Britz.
Wir danken Kinder in Gefahr e.V. und Das blaue Herz für die Zusammenarbeit.
Öffentliche Debatten über Migration
Wollt Ihr wissen, was viele Menschen mit Migrationsgeschichte (nicht nur bei uns im Rollbergviertel in Neukölln) in den öffentlichen Debatten über Migration der letzten Wochen und Monaten gehört haben?
„Wir werden fast ausschließlich als Problem für Deutschland gesehen.“
„Wir könnten selbst mit deutschem Pass abgeschoben werden, weil wir nicht als ‚richtige‘ Deutsche betrachtet werden.“
„Seit dem 29. Januar 2025 ist die Möglichkeit, dass Rechtsextreme, die uns loswerden wollen, genau darüber mitentscheiden können, sehr real geworden!“
50% der Menschen mit Migrationshintergrund in unserem Land haben einen deutschen Pass. Damit machen sie 12% der wahlberechtigten Bevölkerung aus.
Am 23. Februar 2025 sind Bundestagswahlen.
Geht wählen und unterstützt alle Menschen in Eurem Umfeld, das Gleiche zu tun!
Unser Projektfilm auf YouTube!
Jahreshighlight bei MORUS 14: Der Projektfilm für MOMento
Unser Teammitglied Amrei, verantwortlich für die Öffentlichkeitsarbeit, hat mit viel Hingabe und Kreativität den diesjährigen Projektfilm für MOMento realisiert. Der Film fängt die berührenden Begegnungen und vielfältigen Geschichten ein, die bei MORUS 14 täglich Leben verändern und Chancen für persönliches Wachstum schaffen.
Durch visuelles Erzählen gelingt es, die Freuden und Herausforderungen unserer Arbeit auch für Außenstehende greifbar zu machen – ein echtes Highlight 2024!
Ein großes Dankeschön an alle, die dieses Projekt unterstützt haben, besonders an Letizia, Alex und Melis.
https://youtu.be/LxzeATfvMtQ
Wir sind #unkürzbar !
#unkürzbar: Erklärung des Netzwerk Berliner Kinderpatenschaften e.V.
zu den geplanten Kürzungen in Kinder- und Jugendhilfe -„Ohne all die Mentoren geht viel Zukunft verloren“
Wir unterstützen die Proteste, die sich derzeit unter dem Label #unkürzbar formieren.
Auch wir sind gegen drohende Kürzungen in Kinder- und Jugendhilfe und in der Familienförderung. Auch wir fordern verlässliche Rahmenbedingungen, wie sie ein vom Paritätischen veröffentlichter Protestbrief dargestellt hat.
Lese hier die ganze Erklärung.








